Zu Gast bei Kuhn-Rikon

100 Jahre Kochkultur aus dem Tösstal

Der Dampfkochtopf Duromatic, der zur Ikone wurde, das doppelwandige Kochgeschirr, das noch immer täglich im Einsatz ist: Kuhn-Rikon-Produkte sind Teil vieler Familiengeschichten. Ein Blick hinter die Kulissen, wo Töpfe, Pfannen und andere Kochutensilien mit Präzision hergestellt werden.

Kuhn Rikon steht für Schweizer Qualität und kombiniert Design, Technik und Know-how mit einer fortschrittlichen und umweltschonenden Fertigung.
Kuhn Rikon steht für Schweizer Qualität und kombiniert Design, Technik und Know-how mit einer fortschrittlichen und umweltschonenden Fertigung.
Was wäre eine Küche ohne Töpfe? Kuhn Rikon bietet sie in allen Varianten an – vom Milchpott über den legendären Duromatic-Schnellkochtopf bis zu den Hightech-Produkten der heutigen Zeit.
Was wäre eine Küche ohne Töpfe? Kuhn Rikon bietet sie in allen Varianten an – vom Milchpott über den legendären Duromatic-Schnellkochtopf bis zu den Hightech-Produkten der heutigen Zeit.

Kuhn Rikon begeistert die Kochwelt seit 1926 mit innovativen Produkten rund ums Zubereiten, Servieren und Geniessen. Die Schweizer Marke entwickelt, designt und produziert innovative, hochwertige und nachhaltige Produkte, die direkt, über den Detail- und Fachhandel sowie online in der ganzen Welt vertrieben werden. Am traditionsreichen Standort in Rikon (ZH) werden Swiss Made Küchenprodukte produziert.

Bereits seit 1926 begeistert das Unternehmen die Kochwelt mit innovativen Produkten rund ums Zubereiten, Servieren und Geniessen. Die Schweizer Marke entwickelt, designt und produziert innovative, hochwertige und nachhaltige Produkte, die direkt, über den Detail- und Fachhandel, aber auch online in der ganzen Welt vertrieben werden. «Es ist keine Raketentechnologie, aber man kann trotzdem viel falsch machen», beginnt Tobias Gerfin, CEO von Kuhn Rikon, am traditionsreichen Standort in Rikon/ZH zu erzählen. Hier werden die Swiss Made Küchenprodukte hergestellt. «Wir haben die letzten 100 Jahre in der Schweiz produziert und wollen die nächsten 100 Jahre in der Schweiz produzieren. Das gehört zur DNA von Kuhn Rikon», sagt Tobias Gerfin. 

Revolution 
Zurück zum Ursprung: Als Heinrich Kuhn 1926 die Fabrik Thiriet & Cie. im Tösstal übernahm, legte er den Grundstein für eine Erfolgsgeschichte. Aus der kleinen Manufaktur entstand ein international tätiges Unternehmen. Nach seinem frühen Tod übernahm Sohn Henri mit erst 18 Jahren die Führung – mitten in der Weltwirtschaftskrise. Wenige Jahre später kam sein Bruder Jacques hinzu, der in der firmeneigenen Tüftelstube einen Meilenstein in der Geschichte des Kochens erschuf: 1949 erfand er den Duromatic, den bis heute ikonischen Schnellkochtopf. 

Jacques Kuhns Experimentierfreude war legendär. Für die «grösste Rösti der Welt» fürs Guinness Buch der Rekorde liess er sich eigens eine überdimensionierte Pfanne bauen – weil keine gross genug war. Dieser spielerische Mut zum Neuen ist bis heute Teil der DNA von Kuhn Rikon. 

So präsentierten sie Ende letzten Jahres gemeinsam mit Miele die Weltneuheit «M Sense», das erste intelligente Kochgeschirr mit Touch-Bedienung. Das Kochgeschirr kommuniziert direkt mit den neuen Kochfeldern von Miele. Über Touch-Elemente am Topf oder der Pfanne wählen Nutzer das gewünschte Garprogramm. Temperaturregelung und Leistungsanpassung erfolgen automatisch. Das intelligente System begleitet den Kochprozess aktiv. Anbrennen und Überkochen sollen der Vergangenheit angehören, manuelles Nachregulieren und ständiges Beobachten entfallen. So wird das Kochen einfacher, intuitiver und energiesparender. Bei aufgesetztem Deckel lassen sich laut Hersteller bis zu 30 Prozent Energie einsparen. Die Deckelkonstruktion sorgt für eine gezielte Dampfableitung. Nach dem Kochen können die Töpfe und Pfannen bequem im Geschirrspüler gereinigt werden. 

Drei Jahre haben Kuhn Rikon, Miele und Escatec an der Entwicklung gearbeitet. Jedes Detail musste stimmen – von der Präzisionsfertigung bis zur Integration der Sensorik. «Wir sind stolz, als kleines Schweizer Unternehmen an der Weltspitze mitzuwirken», führt Tobias Gerfin weiter aus. «Zudem schaffen wir Arbeitsplätze in Rikon – in den nächsten Jahren erwarten wir mindestens fünf zusätzliche Stellen in unserer Produktion.» 

Ein Jahrhundert, eine Familie 
Seit vier Generationen ist das Unternehmen in Familienbesitz. Kuhn Rikon denkt nicht in Trends, sondern für Lebenswege: Pfannen, die an Kinder weitergegeben werden. Kochtöpfe, die Jahrzehnte überstehen. Qualitätsprodukte, die sicher, ressourcenschonend und zunehmend aus recyceltem Material hergestellt sind und die eine gesunde Zubereitung von Speisen ermöglichen. 

«Hundert Jahre sind ein Geschenk – und eine Verpflichtung», sagt Dorothee Auwärter, Verwaltungsratspräsidentin, die bei unserem Besuch vor Ort ebenfalls anwesend ist. «We believe in Generations bedeutet für uns: Verantwortung zu übernehmen – für Produkte, Beziehungen, Menschen und unseren Planeten. Denn wir verdanken unseren Erfolg Menschen, die seit drei Generationen mit Herz und Hand an dieselbe Idee glauben: Kochen einfacher, schöner und nachhaltiger zu machen.»

Kuhn Rikon AG

Museumseröffnung
Am 16. März 2026 – auf den Tag genau exakt 100 Jahre, nachdem Heinrich Kuhn den Grundstein für die Erfolgsgeschichte legte – feierte das Traditionsunternehmen die Neueröffnung seines Museums. Die Besucher begeben sich auf eine Reise durch ein Jahrhundert Kochkultur: vom offenen Feuer bis zum Induktionsherd, von der kleinen Manufaktur bis zum international tätigen Unternehmen. Das Kuhn-Rikon-Museum erzählt von einer Vision, die bis heute weiterlebt: Kochen einfacher, schöner und nachhaltiger zu machen – über Generationen hinweg. Ein weiteres Highlight ist der Fabrikladen mit dem weltweit grössten Sortiment von Kuhn Rikon. Projektmeilensteine können hier zu vergünstigten Preisen eingekauft werden.

In den Anfangszeiten, «als alles begann», wie hinten an der Wand zu lesen ist, wurde jedes Teil von Hand an der Werkbank hergestellt. Die alten Werkzeuge können nun im ­Firmenmuseum bestaunt werden.
In den Anfangszeiten, «als alles begann», wie hinten an der Wand zu lesen ist, wurde jedes Teil von Hand an der Werkbank hergestellt. Die alten Werkzeuge können nun im ­Firmenmuseum bestaunt werden.
«Wir haben die letzten 100 Jahre in der Schweiz produziert und wollen die nächsten 100 Jahre in der Schweiz produzieren. Das gehört zur DNA von Kuhn Rikon», so Tobias Gerfin.
«Wir haben die letzten 100 Jahre in der Schweiz produziert und wollen die nächsten 100 Jahre in der Schweiz produzieren. Das gehört zur DNA von Kuhn Rikon», so Tobias Gerfin.
Die Firma ist ein wichtiger und ansehener Arbeitgeber in Rikon und Umgebung und seit vier Generationen in Familienbesitz.
Die Firma ist ein wichtiger und ansehener Arbeitgeber in Rikon und Umgebung und seit vier Generationen in Familienbesitz.
In jedes einzelne Produkt fliessen viele Arbeitsstunden, Erfahrung und Präzision.
In jedes einzelne Produkt fliessen viele Arbeitsstunden, Erfahrung und Präzision.

Mehr Inspirationen für die Küche gibt es in der Ausgabe 3/26 vom Magazin DAS EINFAMILIENHAUS.

Text: Hannah Franziska Krautwald, PD, Fotos: Kuhn Rikon
aus dem Magazin: Das Einfamilienhaus, Zeitschrift Nr. 3/2026

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