Einfamilienhaus

Wandelbare 360 Grad

Eingebettet zwischen den Walliser Bergen hat eine Familie ihr Eigenheim gebaut. Das Besondere: Es verfügt über eine flexible Raumaufteilung und die Möglichkeit, den Wohnraum rundum zu öffnen.

Die spektakuläre Aussicht auf Brig und die Berge war im ganzen Bauprozess zentral.
Die spektakuläre Aussicht auf Brig und die Berge war im ganzen Bauprozess zentral.

Mehr Platz und ein Garten waren für die vierköpfige Familie zu Beginn nur ein Gedanke, der dann langsam zum ausgewachsenen Wunsch wurde. «Es war ein schleichender Prozess», erzählt der Bauherr und Familienvater. Er bekam durch eine Vorerbschaft das Grundstück, das eine herrliche Aussicht auf die Altstadt von Brig bietet. Zum schleichenden Prozess gehörte auch, dass das Paar zuerst ein Fertighaus oder ein Mehrfamilienhaus bauen wollte, bevor es sich für das Architektenhaus entschied. Der Bauherr meint dazu schlicht: «Wir wollten dann doch selbst etwas gestalten.» 

Blick auf Brig 
Das Paar hat sich an das Architekturbüro VWarch in Visp gewandt. So erzählt der Bauherr: «Wir fühlten uns super begleitet und haben durch das Team wirklich ein Gespür bekommen für Architektur, Innengestaltung und Materialien.» Die Bauherrschaft war sehr offen für die Ideen und Inputs von VWarch. Einige Grundideen standen für sie jedoch schon von Anfang an fest. Ihr war es wichtig, ein offenes und helles Haus zu bauen, das dem Ausblick auf Brig gerecht wird. Des Weiteren wollte sie das Haus so platzieren, dass theoretisch noch ein zweites auf die Parzelle passt. «Das war uns wichtig, damit unsere Kinder das irgendwann fair aufteilen können», so die junge Familie. 

Ansonsten liess das Ehepaar dem Architektenteam bereits beim Vorprojekt freie Hand. Sie hatten keine Vorgaben für die Zimmeraufteilung oder die Gestaltung der Badezimmer. Es waren die Mitarbeiter von VWarch, die das 360-Grad-Wohnkonzept einbrachten. Konkret bedeutet das, dass das Stockwerk mit dem Wohnbereich keine Zimmer hat – in den vier Wänden mittig auf der Etage befinden sich die Treppen, das Gästebadezimmer und eine Vorratskammer. So ist es möglich, um diese Mitte eine Runde zu gehen. «Wir fanden das sensationell! So etwas hatten wir bislang noch nirgendwo gesehen», schildert der Bauherr die Reaktion auf die Idee.

Architektur 
VWarch Architekten

Die Familie kann den Ausblick sowohl beim Kochen als auch beim gemeinsamen Essen geniessen. Dazu fällt durch die grossen Fenster viel natürliches Tageslicht. Die Vorhänge sind nicht nur für die Glasfronten bestimmt, sondern auch für die flexible Raumaufteilung. Es handelt sich um schalldämpfende Akustikvorhänge.
Die Familie kann den Ausblick sowohl beim Kochen als auch beim gemeinsamen Essen geniessen. Dazu fällt durch die grossen Fenster viel natürliches Tageslicht. Die Vorhänge sind nicht nur für die Glasfronten bestimmt, sondern auch für die flexible Raumaufteilung. Es handelt sich um schalldämpfende Akustikvorhänge.
Der Vorhang hinter dem Sofa trennt den Wohnbereich von der Frühstücksecke. Die Schiene geht zwischen der Wand und dem Regal versteckt weiter und der Vorhang verschwindet bei Nichtgebrauch aus dem Sichtfeld. Diese clevere Lösung sorgt dafür, dass dem minimalistischen Stil kein Abbruch getan wird.
Der Vorhang hinter dem Sofa trennt den Wohnbereich von der Frühstücksecke. Die Schiene geht zwischen der Wand und dem Regal versteckt weiter und der Vorhang verschwindet bei Nichtgebrauch aus dem Sichtfeld. Diese clevere Lösung sorgt dafür, dass dem minimalistischen Stil kein Abbruch getan wird.

Die komplette Reportage ist in der Ausgabe 1/26 vom Magazin DAS EINFAMILIENHAUS veröffentlicht.

Text: Fiona Scotoni, Fotos: Christian Pfammatter
aus dem Magazin: Das Einfamilienhaus, Zeitschrift Nr. 1/2026

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