Sauberes Wasser aus intakten Leitungen ist keine Selbstverständlichkeit – mit der Zeit können Rohre korrodieren, verkalken oder undicht werden. Wer neu baut oder saniert, hat heute mehrere Möglichkeiten, für hohe Wasserqualität zu sorgen: von der Sanierung bestehender Wasserleitungen von innen über Filter- und Kühlsysteme direkt an der Armatur bis hin zu zentralen Enthärtungsanlagen gegen Kalk.

Purer Geschmack
Die «Grohe Blue Home» liefert Erfrischung direkt aus der Armatur. Der integrierte Filter sorgt für einen exzellenten Geschmack. Die neuen Grohe-Blue-Wassersysteme lassen sich jetzt noch intuitiver bedienen: Einfach am gerändelten Drehknopf drehen, um nahtlos zwischen gekühltem, gefiltertem Wasser in den Varianten still, medium oder sprudelnd zu wechseln. Neben der hochwertigen Haptik sorgt ein neuer Kühler mit leiser Belüftung dafür, dass das System im Hintergrund kaum wahrnehmbar arbeitet. Das schlankere Design schafft wertvollen Platz im Unterschrank, sodass nochausreichend Raum für ein Mülltrennsystem bleibt. Ein rundum smartes Nutzererlebnis bietet zudem die «My GROHE»-App, die Echtzeitdaten zum CO₂-Füllstand und zur Filterkapazität direkt auf dem Smartphone anzeigt.

Kalkschutz trifft Trinkgenuss
Weiches Wasser schützt Leitungen, Boiler und Haushaltsgeräte vor Kalk und kann gleichzeitig den Reinigungsaufwand im Eigenheim reduzieren. Wer die Wasseraufbereitung bereits beim Neubau berücksichtigt, kann entsprechende Technik von Anfang an in die Hausanlage integrieren. BWT verbindet mit seinem System «OnePipe Pearlwater» die zentrale Enthärtung des Leitungswassers mit einer zusätzlichen Mineralisierung des Trinkwassers. Zunächst wird das Wasser für das gesamte Gebäude zentral enthärtet. Dadurch entstehen weniger Kalkablagerungen an Armaturen und Geräten, während auch Leitungen und Warmwassertechnik geschont werden. Das weiche Wasser steht anschliessend im ganzen Haus zur Verfügung – etwa zum Duschen, Waschen und Putzen.
In der Küche kommt eine zweite Komponente hinzu: Der «Pearlwater Mineralizer» wird unter der Spüle installiert und an den vorhandenen Wasserhahn angeschlossen. Er reichert das Trinkwasser gezielt mit Mineralien wie Magnesium, Silikaten und Hydrogencarbonaten an. Ein Austausch der Armatur oder zusätzliche Bohrungen in der Arbeitsplatte sind laut Hersteller nicht erforderlich. Über einen Bedienknopf lässt sich auswählen, welches Wasser gerade benötigt wird: weiches Wasser beispielsweise für den Abwasch oder mineralisiertes Wasser zum Trinken. Die Technik unter der Spüle und die zentrale Enthärtungsanlage ergänzen sich damit zu einem System, das Kalkschutz und aufbereitetes Trinkwasser miteinander verbindet. Für Bauherren ist das vor allem bei der Planung der Haustechnik interessant: Statt sich erst nach dem Einzug mit Wasserhärte, Kalkablagerungen und Trinkwasseraufbereitung auseinanderzusetzen, können beide Aspekte von Beginn an berücksichtigt werden.

Weiches Wasser von Anfang an
Kalkflecken auf Armaturen, Ablagerungen im Wasserkocher oder verkalkte Haushaltsgeräte: In Regionen mit hartem Wasser können solche Probleme schnell zum Alltag gehören. Wer neu baut, kann deshalb bereits bei der Planung über eine Enthärtungsanlage nachdenken und so Leitungen, Haustechnik und Geräte von Anfang an vor starken Kalkablagerungen schützen.
Familie Link hat sich bei ihrem Neubau genau dafür entschieden. Freunde hatten sie auf die hohe Wasserhärte in ihrer Region aufmerksam gemacht. Eine Messung durch einen örtlichen Fachbetrieb bestätigte den Verdacht: Mit rund 32 °fH war das Wasser ausgesprochen hart. Die Wahl fiel schliesslich auf eine Enthärtungsanlage von Grünbeck.
Zum Einsatz kommt die «softliQ:SE21», die direkt am Hauswassereingang installiert wird. Sie reduziert die Wasserhärte auf einen voreingestellten Wert von etwa 10 bis 12 °fH. Ein vorgeschalteter Feinfilter hält zudem kleine Feststoffpartikel wie Rostteilchen oder Sandkörner zurück. Welche Anlagengrösse für ein Eigenheim geeignet ist, richtet sich neben der örtlichen Wasserhärte auch nach dem Wasserverbrauch und Spitzendurchfluss. Die Anlage passt ihre Enthärtungsleistung automatisch an den durchschnittlichen Wasserverbrauch des Haushalts an und legt notwendige Regenerationsvorgänge möglichst in Zeiten, in denen üblicherweise kein Wasser benötigt wird. Der Füllstand des Regeneriersalzes wird ebenfalls überwacht; wird Nachschub benötigt, erhält die Familie eine Nachricht auf das Smartphone. Für Bauherren kann es sich daher lohnen, das Thema Wasserqualität frühzeitig in die Haustechnikplanung einzubeziehen. So lässt sich eine Enthärtungsanlage direkt beim Neubau integrieren – und Kalk bekommt vom ersten Tag an weniger Chancen.

Intakte Leitungen, sauberes Wasser
Wasserleitungen liegen meist unsichtbar in Wänden und Böden – und sollen dort möglichst viele Jahrzehnte zuverlässig ihren Dienst tun. Sind sie irgendwann verschmutzt, korrodiert oder sogar undicht, muss jedoch nicht zwangsläufig die grosse Baustelle folgen. Ein Verfahren von Promotec setzt stattdessen auf die Sanierung von innen.
Trübes oder rostbraunes Wasser aus dem Hahn kann ein Hinweis darauf sein, dass metallische Leitungen in die Jahre gekommen sind. Bei einem klassischen Austausch bedeutet das häufig: Wände öffnen, alte Rohre entfernen und neue verlegen. Promotec verfolgt einen anderen Ansatz und reinigt und beschichtet bestehende Wasserleitungen von innen. Aufwendiges Aufspitzen von Wänden sowie die damit verbundenen Staub- und Lärmbelastungen sollen dadurch vermieden werden.
Das Verfahren eignet sich laut Unternehmen für metallische Wasserleitungsrohre mit Durchmessern von fünf bis 80 Millimetern. Zunächst wird das Leitungssystem gründlich gereinigt. Dabei werden die Rohre in beide Richtungen bearbeitet, sodass möglichst keine ungereinigten Bereiche zurückbleiben. Auch stark beanspruchte Leitungen können auf diese Weise behandelt werden. Im nächsten Schritt werden die Rohre getrocknet und ihre Innenflächen mit feinem Sand aufgeraut. Das schafft die Grundlage für die anschliessende Beschichtung: Ein widerstandsfähiges Material versiegelt die Leitungen nahtlos von innen und bildet eine neue Schutzschicht. Die Qualität der behandelten Leitungen steht neuen Rohren in nichts nach. Promotec setzt sein patentiertes Verfahren seit der Firmengründung im Jahr 1993 ein. Seither wurden nach Unternehmensangaben mehr als 315 000 Zapfstellen saniert.
Das verwendete Beschichtungsmaterial erfüllt laut Anbieter die geltenden Vorschriften und ist auf eine Schutzwirkung über mehrere Jahrzehnte ausgelegt. Damit zeigt sich auch für Hausbesitzer, die heute neu bauen: Eine langlebig geplante Haustechnik ist wichtig – doch sollte nach vielen Jahren tatsächlich eine Erneuerung notwendig werden, muss sie nicht automatisch mit aufgerissenen Wänden und einer grossen Baustelle verbunden sein. Moderne Sanierungsverfahren können bestehenden Wasserleitungen buchstäblich ein neues Innenleben geben.
Mehr Informationen zum Thema Bauen, Wohnen, Haus und Garten gibt es in der Ausgabe 5/26 vom Magazin DAS EINFAMILIENHAUS.
Text: RED, PD
aus dem Magazin: Das Einfamilienhaus, Zeitschrift Nr. 5/2026